RATGEBERRECHNUNGEN & ZAHLUNG

QR-Rechnung erstellen: So geht's richtig für Handwerksbetriebe

Stand: Juli 2026Lesezeit: ca. 8 MinutenInkl. Regel-Update 2026

KURZFASSUNG

Seit dem 30. September 2022 ist die QR-Rechnung der einzige gültige Zahlteil in der Schweiz. Die orangen und roten Einzahlungsscheine sind Geschichte. Für dich als Handwerker ist sie mehr als Pflicht: Mit QR-IBAN und QR-Referenz werden deine Zahlungseingänge automatisch der richtigen Rechnung zugeordnet — die Grundlage dafür, dass Software wie upclients deine bezahlten Rechnungen von selbst abhakt. Hier erfährst du, wie die QR-Rechnung aufgebaut ist, was der Unterschied zwischen IBAN und QR-IBAN ist, welche Regeln 2026 neu gelten und welche Fehler zu Rückweisungen führen.

01 — GRUNDLAGEN

Was ist die QR-Rechnung — und warum sie dir Geld bringt

Die QR-Rechnung ist der Schweizer Standard-Zahlteil: unten auf deiner A4-Rechnung sitzt der Zahlteil mit dem Swiss QR-Code (rechts) und dem Empfangsschein (links). Im QR-Code stecken alle Zahlungsdaten maschinenlesbar — Empfänger, IBAN, Betrag, Referenz. Dein Kunde scannt den Code mit seiner Banking-App und zahlt mit einem Klick, ohne eine einzige Ziffer abzutippen.

Für dich hat das drei handfeste Vorteile:

1

Schnellere Zahlungen

Je einfacher das Bezahlen, desto früher ist das Geld da. Ein Scan ist einfacher als 21 IBAN-Zeichen abtippen.

2

Weniger Fehler

Kein Zahlendreher bei Betrag oder IBAN — was gescannt wird, stimmt.

3

Automatischer Abgleich

Mit einer QR-Referenz trägt jede Zahlung quasi ihr Namensschild: In Premium lädst du die camt-Datei hoch, und bezahlte Rechnungen springen von selbst auf «bezahlt». Zur camt.053-Anleitung →

02 — DAS TRIO

IBAN, QR-IBAN, QR-Referenz: Das Trio, das alle verwechseln

Hier passieren die meisten Fehler, darum ganz sauber:

IBAN

Deine gewohnte Kontonummer. Mit ihr kannst du QR-Rechnungen ohne Referenz stellen (einfachster Typ) oder mit einer SCOR-Referenz (internationale «Creditor Reference» nach ISO 11649, beginnt mit «RF»).

QR-IBAN

Eine spezielle zweite IBAN für dein bestehendes Konto, die du bei deiner Bank bestellst (meist kostenlos, oft direkt im E-Banking). Du erkennst sie daran, dass die Instituts-Identifikation (Stellen 5–9) im Bereich 30000–31999 liegt. Sie ist ausschliesslich für QR-Rechnungen mit QR-Referenz da — dein normales Konto und deine normale IBAN funktionieren daneben ganz normal weiter.

QR-Referenz

Eine 27-stellige Referenznummer (26 Ziffern plus Prüfziffer nach Modulo 10), die du pro Rechnung individuell vergibst — typischerweise codiert sie Kunden- und Rechnungsnummer. Sie ist der Schlüssel zum automatischen Zahlungsabgleich.

DIE EISERNE REGEL

QR-IBAN und QR-Referenz gehören zusammen — immer beide oder keine von beiden. Eine QR-IBAN ohne QR-Referenz ist ungültig, eine QR-Referenz auf einer normalen IBAN ebenso. Genau diese Kombination ist der häufigste Grund für zurückgewiesene QR-Rechnungen.

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Welcher Typ für deinen Betrieb? Wenn du regelmässig Rechnungen stellst (und das tust du als Handwerker), brauchst du vor allem eine Referenz auf jeder Rechnung, sie macht den automatischen Abgleich zuverlässig. Mit QR-IBAN ist das die QR-Referenz. Mit deiner normalen IBAN vergibt upclients automatisch eine RF-Referenz, der Abgleich läuft genauso. Eine Rechnung ganz ohne Referenz ist okay für gelegentliche Einzelrechnungen, mehr nicht.

03 — PFLICHTANGABEN

Die Pflichtangaben der QR-Rechnung

Der Zahlteil folgt einem fixen Standard von SIX (der Betreiberin der Schweizer Finanzinfrastruktur). Die wichtigsten Vorgaben:

✓Swiss QR-Code: exakt 46 × 46 mm, mit dem Schweizer Kreuz in der Mitte — kein Logo, keine Verzerrung, keine Verkleinerung. ✓Konto: deine IBAN oder QR-IBAN. ✓Zahlungsempfänger: dein Firmenname mit vollständiger, strukturierter Adresse (dazu gleich mehr). ✓Währung: CHF oder EUR. ✓Betrag: empfohlen fix vorgegeben (der Kunde soll nicht raten). ✓Referenz: QR-Referenz (bei QR-IBAN) bzw. SCOR oder keine (bei normaler IBAN). ✓Zusätzliche Informationen: z. B. Rechnungsnummer als Freitext — hilft dem Kunden bei der Zuordnung. ✓Layout: Zahlteil unten auf der Seite, Empfangsschein links; bei Papierversand mit Perforation zum Abtrennen.

Dazu kommen die allgemeinen Pflichtangaben einer MWST-konformen Rechnung: Name und Ort von Leistungserbringer und -empfänger, deine MWST-Nummer im Format CHE-xxx.xxx.xxx MWST, Datum, Art der Leistung, Entgelt und Steuersatz (Normalsatz aktuell 8.1 %).

04 — NEU IN 2026

Wichtig in 2026: Strukturierte Adressen sind Pflicht

Die grösste aktuelle Änderung betrifft das Adressformat: Seit dem 21. November 2025 sind in QR-Rechnungen nur noch strukturierte Adressen zulässig — also Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort in separaten Feldern statt als kombinierter Freitext. QR-Rechnungen mit alten kombinierten Adressen riskieren seither, dass sie zurückgewiesen werden.

Was heisst das für dich? Wenn du deine QR-Rechnungen mit einer aktuellen Software erstellst, ist das längst erledigt — upclients erzeugt selbstverständlich strukturierte Adressen. Kritisch wird es nur, wer noch mit alten Word-Vorlagen, Uralt-Software oder selbstgebastelten QR-Generatoren arbeitet. Ein guter Moment, das zu prüfen: Eine zurückgewiesene Rechnung heisst verspätetes Geld.

05 — FEHLER VERMEIDEN

Die 6 häufigsten Fehler bei QR-Rechnungen

1QR-IBAN und Referenz falsch kombiniert — der Klassiker (siehe eiserne Regel oben). 2QR-Code falsch dimensioniert — kleiner als 46 × 46 mm, gestreckt oder gestaucht: wird nicht gelesen. 3Alte kombinierte Adressen — riskiert die Rückweisung (siehe oben). 4Selbstgebauter QR-Code — ein gewöhnlicher QR-Code-Generator erzeugt keinen gültigen Swiss QR-Code; der Inhalt muss dem SIX-Datenstandard entsprechen. 5Zahlteil frei gestaltet — Schriften, Feldbezeichnungen und Layout des Zahlteils sind normiert; kreative Eigenlösungen sind ungültig. 6Fehlende Perforation beim Papierversand — bei physischen Rechnungen muss der Zahlteil abtrennbar sein.
06 — IN UPCLIENTS

So erstellst du eine QR-Rechnung in upclients (unter 2 Minuten)

Die ehrliche Antwort auf «Wie erstelle ich eine QR-Rechnung?» lautet 2026: gar nicht von Hand. Der Standard ist zu streng und ändert sich zu oft, als dass sich Basteln lohnt. In upclients läuft es so:

1Einmalig: QR-IBAN oder deine normale IBAN in den Unternehmenseinstellungen hinterlegen. Rechnungsnummern-Format festlegen (auch das kannst du in upclients frei gestalten). 2Pro Rechnung: Kunde wählen, Positionen übernehmen — bei Aufträgen fliessen rapportierte Stunden und verbautes Material automatisch rein, nichts geht vergessen. 3upclients generiert das PDF mit normkonformem Zahlteil, korrekt strukturierten Adressen und automatischer Referenz (QR-Referenz bei QR-IBAN, RF-Referenz bei normaler IBAN) — und versendet es direkt per E-Mail. Für Serviceverträge gibt's ab Pro wiederkehrende Rechnungen, die sich von selbst als Entwurf anlegen. 4Der Kreis schliesst sich: Zahlt der Kunde per Scan, erkennt upclients (Premium) die Zahlung beim nächsten camt-Upload an der Referenz und setzt die Rechnung automatisch auf «bezahlt». Kein Abhaken, keine Excel-Liste.
AUCH DAS GEHT PER ZURUF — MIT NOVA

«Nova, erstelle die Rechnung zum Auftrag Meier.»

FAQ

Häufige Fragen

Brauche ich zwingend eine QR-IBAN?▼

Nein. Mit deiner normalen IBAN vergibt upclients automatisch eine RF-Referenz, und der Abgleich läuft genauso. Die QR-IBAN mit QR-Referenz ist der Schweizer Weg und bei deiner Bank meist kostenlos zu bestellen, nötig ist sie für upclients aber nicht.

Kann ich die QR-Rechnung per E-Mail als PDF verschicken?▼

Ja. Die QR-Rechnung funktioniert digital wie auf Papier — der Kunde scannt den Code vom Bildschirm oder nutzt die Upload-Funktion seiner Banking-App. Nur beim Papierversand braucht es die Perforation.

Was ist der Unterschied zwischen QR-Referenz und SCOR?▼

Beides sind Referenznummern für den Abgleich. Die QR-Referenz (27 Stellen, nur mit QR-IBAN) ist der Schweizer Weg; SCOR (ISO 11649, «RF…», mit normaler IBAN) der internationale. Für rein schweizerische Kundschaft ist die QR-Referenz Standard.

Gilt die QR-Rechnung auch für Rechnungen in Euro?▼

Ja, der Zahlteil unterstützt CHF und EUR. In upclients stellst du Rechnungen in CHF.

Was passiert mit alten Einzahlungsscheinen?▼

Die roten und orangen Einzahlungsscheine sind seit Ende September 2022 abgeschafft — Banken verarbeiten sie nicht mehr. Falls irgendwo noch alte Vorlagen kursieren: entsorgen.

Stand: Juli 2026. Massgeblich sind die jeweils aktuellen Vorgaben von SIX (Swiss Payment Standards). Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

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